Deutsches U-Boot UD 3 / UD 4 / UD 5 (Beuteboote der O-21-Klasse)
Maßstab: 1:400
Schwierigkeitsgrad: mittel
Länge: 194 mm
Kompakter U-Boot-Klassiker mit historischer Besonderheit: Aus diesem Bausatz mit beiliegenden Lasercut-Spanten lässt sich wahlweise eines der drei niederländischen Beute-U-Boote UD 3, UD 4 oder UD 5 der Kriegsmarine bauen.
Mit diesem Bogen bietet JSC ein kompaktes und hochinteressantes Projekt für Marine-Modellbauer. Dem Bausatz liegen bereits präzise Lasercut-Spanten bei, die dem schmalen Unterwasser- und Rumpfkörper sofort perfekte Stabilität und Passgenauigkeit verleihen.
Aus dem Bogen kann wahlweise eines von drei Booten gebaut werden: UD 3, UD 4 oder UD 5. Sämtliche spezifischen Turmbeschriftungen und Kennungen für alle drei Einheiten sind im Bogen enthalten. Trotz der handlichen Abmessungen im Maßstab 1:400 überzeugt das Modell durch feine Details an Turm, Decksaufbauten und Ruderanlage – ein ideales, überschaubares Bauprojekt für Zwischendurch oder als Ergänzung zu größeren Flotten- und Hafenszenen.
| Produkttyp | Kartonmodell |
|---|---|
| Hersteller | JSC |
| Maßstab | 1:400 |
| Konstrukteur | Bartosz Colczynski |
| Schwierigkeitsgrad | mittel |
| Bogenformat | 7,5 x 21 cm |
| Bögen | 2 |
| Teile | 48 |
| Länge | 194 mm |
| Anleitung | Englisch, Polnisch, Bildbauanleitung |
Technische Daten:
- Typ: Hochsee-U-Boot (ehemalige niederländische O-21-Klasse / Kriegsmarine-Kennung UD)
- Bauwerften: Wilton-Fijenoord, Schiedam / Rotterdamsche Droogdok Maatschappij (fertiggestellt für Kriegsmarine)
- Stapelläufe: Mai bis November 1940
- Indienststellungen (Kriegsmarine): 1941 (UD 3, UD 4) / 1942 (UD 5)
- Verdrängung: ca. 990 t (aufgetaucht) / ca. 1.200 t (getaucht)
- Länge über alles: 77,7 m
- Breite: 6,80 m
- Tiefgang: 3,95 m
- Antrieb: 2 Dieselmotoren (Sulzer / MAN) mit je ca. 2.500 PS über Wasser; 2 Elektromotoren mit je 500 PS unter Wasser; 2 Wellen
- Geschwindigkeit: ca. 19,5 kn (aufgetaucht) / ca. 9 kn (getaucht)
- Besatzung: ca. 45 bis 50 Mann
- Bewaffnung (Kriegsmarine-Zustand):
- 8 x 53,3-cm-Torpedorohre (4 im Bug, 2 im Heck, 2 schwenkbare Decksrohre)
- 1 x 8,8-cm- oder 10,5-cm-Deckskanone (je nach Boot/Rüstzustand)
- Leichte Flugabwehr (20-mm- bzw. 40-mm-Flak auf dem Turm)
Hinter den Bezeichnungen UD 3, UD 4 und UD 5 verbergen sich erbeutete U-Boote der modernen niederländischen O-21-Klasse (ursprünglich O 25, O 26 und O 27). Als die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 die Niederlande überfiel, lagen die drei Boote noch unvollendet auf den Werften in Rotterdam und Vlissingen. Während vier ihrer Schwesterschiffe nach Großbritannien entkommen konnten, fielen diese drei Boote der Kriegsmarine in die Hände, die sie fertigbauen ließ und unter der Kennung „UD“ (U-Boot Niederländisch) in Dienst stellte.
Die Boote gehörten zu den fortschrittlichsten Entwürfen ihrer Zeit. UD 3 und UD 5 wurden nach ihrer Erprobung sogar als Frontboote im Atlantik eingesetzt, wobei UD 3 Ende 1942 vor Westafrika einen alliierten Frachter versenkte. UD 4 diente vor allem als Schul- und Erprobungsboot in der Ostsee, unter anderem für Versuche zur Unterwasserbetankung. UD 3 und UD 4 wurden bei Kriegsende im Mai 1945 in Kiel selbstversenkt; UD 5 überstand den Krieg, wurde an die Königlich Niederländische Marine zurückgegeben und diente dort noch bis 1959 unter seinem ursprünglichen Namen O 27.

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