Wartburg bei Eisenach

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Montgolfiere

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SKU
205638

Wartburg bei Eisenach

Hersteller: Schreiber Bogen
Maßstab: 1:250
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Größe (LxBxH): 720x220x210 mm
19,90 €
Versandgewicht: 0,224 kg
Preis inkl. Mwst, zzgl. Versandkosten
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Lieferbar in 9-14 Tagen

Weit über die Grenzen Deutschlands hinaus ist die Wartburg bekannt und das liegt sicher nicht allein an der Zeit, die Martin Luther dort verbracht hat. Das Modell von Schreiber ist aber ebenfalls geschichtsträchtig, ist es doch von dem Starkonstrukteur Hubert Siegmund entwickelt. Die gefällige Grafik aus einer Zeit weit vor Computer und CAD besticht nach wie vor und der Bau des Modells bringt jede Menge Spaß - die Paßgenauigkeit überzeugt absolut.

Weitere Informationen
ProdukttypKartonmodell
HerstellerSchreiber Bogen
Maßstab1:250
KonstrukteurHubert Siegmund
Schwierigkeitsgradschwierig
Bogenformat220 x 310 mm
Bögen17
Teile211
Länge720 mm
Breite220 mm
Höhe210 mm
AnleitungDeutsch, Bildbauanleitung

Im 11. Jahrhundert ließ der Landgraf Ludwig von Thüringen auf einem 400 m hohen Felsen in der Nähe der Stadt Eisenach eine Burg errichten. Der Name der heutigen Wartburg soll auf einen angeblichen Ausruf des Landgrafen zurückgehen: „Wart, Berg, du sollst mir eine Burg tragen!“ Seitdem war die Wartburg der Sitz des thüringischen Hofes, der am Anfang des 13. Jahrhunderts als Zentrum der ritterlichen Dichtkunst galt. In dieser Zeit soll einer Legende nach der sogenannte „Sängerkrieg auf der Wartburg“ stattgefunden haben.

Zu den Bewohnern der Wartburg gehörten Menschen, die in der Geschichte und Religion eine bedeutende Rolle spielen. Elisabeth von Thüringen lebte von 1211-1228 auf der Wartburg. Sie war verheiratet mit dem Landgrafen Ludwig IV. Wegen ihrer selbstauferlegten asketischen Lebensweise und ihres Engagements für die Armen sorgte sie am vornehmen Hof für Aufsehen und musste die Burg nach dem Tod ihres Ehemannes verlassen. Bereits vier Jahre nach ihrem Tod wurde sie heilig gesprochen. Etwa dreihundert Jahre später wurde Martin Luther auf der Wartburg versteckt. Zuvor war er wegen seiner Kritik an der Kirche gebannt und für vogelfrei erklärt worden. Er nahm den Namen „Junker Jörg“ an und übersetzte während seines Aufenthalts das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche. Er wohnte in der Vogtei, die aus diesem Grund heute auch „Lutherhaus“ heißt. Noch heute kann man das Lutherzimmer besichtigen.

Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts sowie in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts fanden umfangreiche Restaurierungsarbeiten auf der Wartburg statt. Durch die vielen Ergänzungen im Lauf der Jahrhunderte sind auf der Wartburg viele verschiedene Baustile aus den Epochen der Romanik, der Gotik und der Renaissance zu finden.

Den ursprünglichen Zustand der Burg kann man anhand von Zeichnungen nachvollziehen, die Johann Wolfgang von Goethe während eines Besuchs auf der Wartburg anfertigte. Die Burganlage war ursprünglich ringförmig angelegt. Auf die ehemalige Ringmauer wurden im 14. und 15. Jahrhundert die Wehrgänge Margarethengang und Elisabethgang aufgesetzt. An den Margarethengang schließen sich die Vogtei und das Ritterhaus an. Beide Gebäude stammen aus dem 15. Jahrhundert. Dieser Bauabschnitt wird auch die Vorburg genannt. Der mittlere Teil der Burg reicht von der Torhalle bis zu dem großen Turm, auch Bergfried genannt. Er wurde im 19. Jahrhundert auf Fundamenten früherer Bauten aufgebaut.

In der eigentlichen Hofburg befindet sich der Palas aus dem 12. Jahrhundert. Er diente den Landgrafen als Repräsentativ- und Wohnbau und gehört heute zu den besterhaltenen Bauten der Romanik. Hier ist heute das Museum untergebracht. Zur Hofburg gehören außerdem das Ritterbad und das Gästehaus aus dem 19. Jahrhundert und der Süd- oder Pulverturm aus dem 14. Jahrhundert.

Die langgezogene, etwas unregelmäßige Bauweise der Wartburg beeindruckt bis in die heutige Zeit. Ludwig II. von Bayern ließ sich von der Burg inspirieren, als er Mitte des 19. Jahrhunderts den Bau des Schlosses Neuschwanstein plante. Die UNESCO ernannte die Burg im Jahr 1999 zum „Welterbe der Menschheit“ und würdigte damit nicht nur ihre vielseitige Architektur, sondern auch ihre hohe historische Bedeutung.

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